In Zeiten von Corana scheint alles anders. Wir feiern keine Gottesdienste mehr, Veranstaltungen sind in der Gemeinde abgesagt. Dennoch sind und bleiben wir Gemeinde. Wir sehen und spüren selbst die Angst und die Verunsicherung, die sich in unserer Gesellschaft breit macht. Ich grüße Sie in solchen Zeiten mit einem Glaubensbekenntnis, das Dietrich Bonhoeffer 1943 unter dem Titel „Nach zehn Jahren“ geschrieben hat, zehn Jahre nach der Machtergreifung Hitlers.

Unsere Zeit ist anders. Dennoch haben diese Worte eines Glaubensbekenntnis auch unter der Corona-Epidemie besondere Kraft:

Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.

Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.

Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.

Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum  ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet. Amen.

Gottesdienste fallen aus, Kirchen bleiben verschlossen, aber wir stehen im Glauben an unseren Gott zusammen. Im Gebet und in der Fürbitte bleiben wir mit IHM und untereinander in Verbindung! - Ich wünsche euch in dieser Passionszeit, dass ihr behütet bleibt und in Jesus Christus geborgen seid.

Herzlich Grüße

Peter Rehr

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AKTUELLES aus der Zionsgemeinde

 

Hilfsangebote

Der Kirchenvorstand sieht in diesem Zusammenhang den Bedarf, dass wir Menschen in der
Gemeinde, die zu den Risikogruppen gehören (alleinstehende Alte und Kranke - später ggf. auch
solche, die wegen Quarantäne an ihre Wohnung gebunden sind), Unterstützung bei Einkäufen,
Botengängen u.ä. anbieten.
Wir ermuntern solche Personen ausdrücklich, wenn sie Hilfe benötigen, dies im Pfarramt
anzuzeigen. Bitte, habt keine Scheu, euch zu melden. Es ist nicht nur für euch persönlich wichtig,
sondern dient auch der allgemeinen Gesundheit in Deutschland.
Gleichzeitig bitten wir andere, die jünger und gesund sind und die nötige Zeit und die Möglichkeit
zu helfen haben, ebenso um Rückmeldung ans Pfarramt. So können wir entsprechende
Hilfsangebote koordinieren und auf den Weg bringen.

 

Geistliches Angebot

Wir beabsichtigen in den kommenden Wochen, solange die Gottesdienste abgesagt sind, über
unseren Mail-Verteiler Predigten und geistliche Impulse zu versenden. Am Sonntag Morgen
werden die Glocken zur gewohnten Zeit läuten und dazu einladen, sich zum Gebet und zur
Andacht zu Hause zu versammeln und ggf. die Predigt (auch gemeinsam) zu lesen.
Wer das Bedürfnis hat, sich im Kirchraum zur Stille, zur Andacht oder zum Gebet aufzuhalten, kann
im Pfarramt den Schlüssel zur Kirche bekommen.
Wir laden vom Kirchenvorstand herzlich dazu ein, dafür zu beten, dass unser Gott uns in dieser
schwierigen Zeit zur Seite steht und den weiteren Verlauf der Epidemie zum Guten wendet. Möge
diese geistliche Notzeit uns in der Zionsgemeinde zum Segen werden.

Das Pfarramt bleibt besetzt.
Wer mit dem Pastor sprechen will, oder einen Besuch erwünscht,
kann sich dort melden.

 

Der Kirchenvorstand, 14.03.2020